Newsletter 04_2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach zehn Monaten geht unser bundesweites Projekt zu "Digitalen Museumsführungen für Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen" für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zuende. Zuletzt ist es uns noch gelungen, trotz Pandemie, Naturkatastrophe in der Eifel und Eisenbahnerstreik das geplante Abschlussvideo an drei Tagen im Seniorenhaus St. Josef in Meckenheim, in der Voreifel, zu realisieren.

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Newsletter 03_2021

iebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe zuletzt auf die allgemeine Frage danach, wie es mir geht, geantwortet: "Ein bisschen weniger Arbeit wäre ganz schön...!" Und das vor dem Hintergrund des im Lockdown liegenden Kulturbereichs und noch dazu mit der Ausrichtung auf Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen... Meine Gesprächspartnerin zeigte sich auch belustigt. Hielt sie es für Galgenhumor?

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Newsletter 02_2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

sind interaktive digitale Museumsführungen nur die ungeliebte Notlösung, weil analoge Angebote wegen der andauernden Pandemie nicht möglich sind?
Um was geht es? Ein Blick zurück auf unsere analogen Führungen: etwa auf das 'Goldene Zeitalter der Malerei'. Eine Epoche, in der viele Highlights der versammelt sind. Beim 'Impressionismus' oder der 'Klassischen Moderne' ist es ähnlich. Wir wählen für unsere Führungen die Bilder jedoch nicht nach den Namen berühmter Maler aus, sondern ob sie Teilhabe-orientiert sind: sie sollen sich für ein gemeinsames Entdecken zusammen mit Menschen mit Demenz oder mit psychischen Beeinträchtigungen eignen. Dieses aktive Entdecken begleiten wir mit einer empathischen, angepassten interaktiven Kommunikation.

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Newsletter 01_2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

wir haben viele Interessensbekundungen für unser Projekt zu digitalen Museumsführungen bekommen. Darüber freuen wir uns! Und wir freuen uns über die Nachricht, dass Museen wir das Städel in Frankfurt oder das Barberini in Potsdam nun auch interaktive digitale Museumsführungen anbieten. Denn das bestärkt unser Engagement für Menschen mit Demenz im digitalen Bereich!

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Newsletter 05_2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

"Es ist zum Mäusemelken!" Schrieb eine Kollegin aus einem Museum. Ein Mitarbeiter in der Sozialen Betreuung einer Pflegeeinrichtung wiederholte gefühlte 10mal: "Jochen, wir hören dich nicht!" Bis der lapidare Fehler gefunden war. Oder der notwendige System-Administrator, der eine Sicherheitsschranke freischalten musste, aber 30 km entfernt im virtuellen Raum schwebte... oder oder... Bei einer digitalen Probeführung ("Christi Geburt und die Hl. 3 Könige") war die Sitzanordnung in einer Wohngruppe situativ langgestreckt. Und durch eine Zeitverschiebung nun plötzlich im Kontext der nachmittäglichen Kaffeerunde. Nicht 'optimal' - weil es Schwierigkeiten bei der Verständigung gab. Man konnte etwa die Bitte einer Dame um Milch für eine Äußerung zu Gerrit van Honthorsts "Anbetung der Hirten" halten, als letztere sich über das neugeborene Jesuskind beugten...

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Newsletter 04_2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir können ein Versprechen einlösen, das wir uns selbst gegeben haben! Im letzten Newsletter hatten wir angesichts der Pandemie in Aussicht gestellt (wahrscheinlich, um uns selbst Mut zu machen): wenn gar nichts mehr geht an analogen Formen kultureller Teilhabe für Menschen mit Demenz in den Museen, wenigstens an neuen digitalen Vermittlungsformaten zu arbeiten...!
Wir sind dabei fündig geworden. Offenbar so überzeugend, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einem bundesweiten Projekt zur weiteren Entwicklung und Verbreitung zugestimmt hat - und dieses auch für etwa ein Jahr fördert. Danke dafür!

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Newsletter 03_2020

Liebe Leserinnen und Leser,

keine Museumsbesuche, keine Kammerkonzerte? Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz ist in der gewohnten Form vielleicht nicht mehr möglich! Es gibt nicht wenige Stimmen in den Bereichen Pflege/Betreuung und in den Kultureinrichtungen, die das sagen. Nichts von dem scheint noch möglich, was uns von (de)mentia+art von Beginn an besonders wichtig war: Kultur dort zu ermöglichen, wo sie normalerweise stattfindet. Überall sind die Kultureinrichtungen damit beschäftigt, als Folge der Pandemie Hygiene- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Sie betreffen den Regelbetrieb für das 'große' Publikum. Zugleich wollen die Einrichtungen der Pflege und Betreuung ihre Bewohner und Patienten nicht gefährden. Beides ist verständlich. Faktisch bedeutet das jedoch keine gemeinsamen Ausflüge mehr ins Museum oder zu einem Konzert, kein gemeinsames Erleben einer schönen Zeit mit der Möglichkeit von Ressourcenstärkung und psychischer Stabilisierung.

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Newsletter 02_2020

Kulturelle Teilhabe nach einer Pandemie

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,


Erfahrungen mit der weltweiten Verbreitung der Viruserkrankung COVID-19 lassen wichtige gesellschaftliche Veränderungen erkennen. Diese gelten auch für die Kultur. (de)mentia+art arbeitet in Museen und Konzerthäusern insbesondere für und mit Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen. Das reicht von Schüler:innen bis hin zu hochaltrigen Senior:innen. Die aktuelle Pandemie ist für alle Menschen schwierig. Die existentielle Gefährdung verdichtet sich jedoch für die genannten Gruppen, insbesondere für Menschen in sehr hohem Alter. Zugleich wächst die Sehnsucht, nach langer Abgeschiedenheit gerade auch in ausgewählten Bildern und Objekten existentiellen Sinn und sinnliche Schönheit zu entdecken. Zum einen ist es naheliegend, Führungen auch für diese Gruppen nun räumlich unabhängig, also digital anzubieten. Aber wir haben von Anfang an den Anspruch gehabt, dass unsere Museumsführungen Teilhabe-orientiert sind und ein gemeinsames Entdecken ermöglichen. Das sollten auch digitale Angebote ermöglichen. Zum anderen haben wir auch versucht, die Museumsführungen an sich weiterzuentwickeln.

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Newsletter 01_2020

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

alle wissen, dass viele Menschen "Rücken haben". Auch ich kam (seit langem) nicht um diese Erkenntnis und nun um eine unangenehme OP nicht herum.... (de)mentia+art hat in den letzten Wochen mit seinen Kooperationspartnern versucht, Führungen und Fortbildungen auf Juni, Juli und das 2. Halbjahr zu verschieben... Das ging und geht nicht ohne Abstriche und Verluste, für BesucherInnen, TeilnehmerInnen - und auch für mich.
Auf der "Habenseite" waren jedoch viele empathische Wünsche auf Genesung und die Versicherung, dass man sich schon darauf freue, bald wieder an einer Führung, einem Konzert und nicht zuletzt an einer Fortbildung mit mir als Museumsführer, Moderator oder Referent teilnehmen zu können... Dafür danke ich sehr!
   
Herzlich aus Köln

Jochen Schmauck-Langer

PS: Das Büro bleibt jedoch besetzt.

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Zum aktuellen Newsletter 01_2020: H i e r

Newsletter 08_2019

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

vor wenigen Jahren noch hat sich (de)mentia+art fast ausschließlich dem Demenzbereich gewidmet. Mittlerweile sind Führungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen fast ebenso wichtig. Vor zwei Jahren noch waren Outreach-Angebote wie die 'Heinzelmännchen kommen zu Besuch' ein Angebot wie andere auch. Mittlerweile sind die musikalisch live begleiteten 'Führungen' in Pflegeeinrichtungen das größte Einzelsegment. Noch vor ein paar Jahren glaubte ich mich bei sakraler und geistlicher Kunst nicht aufgehoben: ich dachte, dass ich - etwa bei Führungen - nicht authentisch genug sein könnte. Mittlerweile gehören einige Kunstwerke des Museum Schnütgen in Köln zu meinen Lieblingsobjekten, deren starken existentiellen Bezug ich auch und gerade für Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen sehr bewusst ansteuere.

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