19. - 21.06.2018 Köln: Fortbildung im Museum Ludwig: Teilhabe-orientierte Vermittlung, Schwerpunkt: Moderne Kunst


[Abb. Pixabay]
Museen müssen sich verändern, um auf gesellschaftliche Veränderungen eine Antwort zu finden. Dabei steht der Wunsch nach mehr sozialer und kultureller Teilhabe deutlich im Vordergrund. Dies betrifft nicht nur das äußere Erscheinungsbild oder die Ausstellungsgestaltung sondern auch die unmittelbarste Schnittstelle zu den Besucher*innen: die Bildung und Vermittlung.
Die Vermittlung soll in der Lage sein, Kinder und junge Menschen ebenso anzusprechen wie Erwachsene und die ältere Generation. Menschen mit kognitiven, psychischen und anderen Einschränkungen ebenso wie Menschen, die aus anderen Kulturen kommen. Und natürlich Menschen, die nur wenige Erfahrungen mit Kunst und 'Hochkultur' haben - die mit Abstand größte Gruppe.


Menschen im Museum eine Stimme geben

Oftmals sind diese Gruppen mit der herkömmlichen Bildungsvermittlung nicht oder nur schwer zu erreichen. Mit der 'Teilhabe-orientierten Vermittlung' hat dementia+art eine Methode entwickelt, die über eine reine Bildungsvermittlung sowie dialogische und visuelle Verfahren deutlich hinausgeht, indem sie eine soziale Teilhabe im Museum strukturell in den Blick nimmt und ermöglicht: Ästhetische Objekte werden dabei weitgehend durch die Beiträge der Besucher*innen, ihre Ressourcen, Erfahrungen, Erinnerungen und Meinungen erschlossen.

Ein Paradigmenwechsel. Entscheidend für das Gelingen dieser Methode sind die sorgfältige Auswahl von Objekten, die Art der Kommunikation und die konsequent eingenommene neue Rolle der/des Moderierenden in der Vermittlung.



FORTBILDUNG  Teilhabe-orientierte Vermittlung, Schwerpunkt: Moderne Kunst

19.06. - 21.06.2018 (10-17 Uhr) im Museum Ludwig, Köln

INHALTE 
Die Fortbildung ermöglicht es Kunstvermittler*innen, die Methode einer strukturell Teilhabe-orientierten Vermittlung kennenzulernen, im Austausch mit anderen einzuüben und mit Blick auf die eigenen Sammlungen für bestimmte Besuchergruppen umzusetzen. Im Zentrum stehen dabei nach einem theoretischen Input zahlreiche praktische Übungen und ein unmittelbares Feedback und Coaching.

1. Tag:  Theoretische Grundlagen

  • Bildungsauftrag und soziale Erfahrung / Hemmnisse ll Kriterien für die Auswahl von Objekten ll Selbstverständnis der/des Moderierenden ll lebensweltliche Kommunikation ll Bedeutung von Emotionen

2. - 3. Tag:  Praktische Übungen im Museumsraum

  • Setting im Raum ll eigene Objektauswahl und thematische Aufbereitung (in Kleingruppen) ll Vorstellung der Ergebnisse; Austausch über die Erfahrungen (ganze Gruppe) ll mehrere Durchgänge (wechselnde Kleingruppen; unterschiedliche Sammlungsbereiche) ll Abschlussreflexion
  • Praxisaufgabe Umsetzen der ersten Erfahrungen mit der Teilhabe-orientierten Vermittlung für die eigene Sammlung (binnen ca. 6 Monaten).

Sie erhalten ein digitales Handout und eine Teilnahmebescheinigung.

Wegen der Komplexität der neuen Methode sind zwei weitere Teile der Fortbildung geplant. Diese dienen dem Erfahrungsaustausch, der weiteren praktischen Einübung und einer Netzwerkbildung.
Die Fortbildungen sind frei buchbar.



ZIELGRUPPE
Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter*innen von Museen, Galerien, Kunstvereinen; (weit fortgeschrittene Studierende der betreffenden Fachrichtungen mit Praxiserfahrung auf Anfrage); max. 16 Teilnehmende
TERMIN  19. - 21.06.2018. / 10:00 - 17:00 Uhr
ORT  Köln, Museum Ludwig: H i e r   Hinweise zur Anfahrt:  H i e r
Es ist ein kleines Catering vorgesehen (Getränke; Gebäck). Für die Mittagspause empfieht sich das Café/Bistro 'Ludwig' im Haus:  H i e r   Zahlreiche andere Anbieter sind fußläufig in der Kölner Innenstadt zu erreichen.
KOSTEN   (3 Tage) 290 Euro (Studierende mit Nachweis: 190 Euro)
ANMELDUNGDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Weitere Informationen:  Jochen Schmauck-Langer :: 0157 - 88 34 58 81
(> Anmeldeschluss: 12.06.2018)

LEITUNG 
Jochen Schmauck-Langer, Geschäftsführer von dementia+art. Geisteswissenschaftliches Studium. Autor, Kunstbegleiter in verschiedenen Museen, Kulturgeragoge. Referent zahlreicher Fortbildungen, die kulturelle Teilhabe für unterschiedliche Besuchergruppen in den Blick nehmen.
Mitglied: BV Museumspädagogik und BV Kunst- und Kulturgeragogik. 
www.dementia-und-art.de



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