Robert Bosch Stiftung fördert Pilotprojekt von dementia+art

 

 


Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz in Köln

400.000 Euro stellt die Robert Bosch Stiftung für die von Aktion Demenz e.V. durchgeführte Neuauflage des Förderprogramms „Menschen mit Demenz in der Kommune“ zur Verfügung. 29 Projekte in elf Bundesländern wurden aus mehr als 150 Bewerbungen ausgewählt - darunter auch für NRW und Köln das große Pilotprojekt von dementia+art e.V.

 



 

 


Die Zahl der Demenzkranken wird sich in der nächsten Generation verdoppeln. Jetzt schon gibt es in Deutschland bis zu 1,4 Millionen Menschen, die an einer Form von Demenz leiden. Nicht wenige von ihnen gehören einer 'neuen' Generation an, der eine kulturelle Teilhabe selbstverständlich war: ein Museums- oder Theaterbesuch, ein Konzert, ein von Kunst und Kultur geprägtes Umfeld. Und es werden — bedingt durch ein höheres Bildungslevel, eine bessere Ausbildung und einen gehobenen Lebensstandard — immer mehr. Deshalb gilt es eine Art Barrierefreiheit zu schaffen, um die Betroffenen und ihre Angehörigen an den schönen Dingen des Lebens teilhaben zu lassen. Gerade Kunst, Musik und Kultur öffnen dabei Welten. dementia+art hat sich die kulturelle Teilhabe für Ältere und besonders  für Menschen mit Demenz zur Aufgabe gemacht.

 

Ziel des Projekts

  • Kulturelle Teilhabe bietet Menschen mit Demenz (einschließlich ihrer Angehörigen und Wegbegleiter) die Chance auf mehr Lebensqualität. Wir wollen zahlreiche Möglichkeiten anbieten, um gemeinsam eine 'Schöne Zeit' zu verleben.
  • Das Projekt fördert mittels Kunst und Kultur die Integration in die Gesellschaft und sensibilisiert Öffentlichkeit für die Kommunikationsbedingungen und Ressourcen von Menschen mit Demenz.
  • Ziel dieses Pilotprojekts für den Ballungsraum Köln ist deshalb die bessere Vernetzung von Pflege/Betreuung (ambulante u. stationäre Einrichtungen, Selbsthilfegruppen) und Kulturinstitutionen, um Nachfrage und Angebot besser aufeinander abzustimmen.

Ablauf des Projekts

  • Bei einem Fachtreffen der wichtigsten sozialen und kulturellen Institutionen werden Bedarfe und Voraussetzungen abgeklärt: Was kann jede Seite einbringen, um zum Erfolg beizutragen?
  • Es folgen Schulungen von Pflegenden und Betreuenden, von Ehrenamtlern, von Museumspädagogen zur qualifizierten kulturellen Begleitung von Menschen mit Demenz.
  • Danach werden die durch das Sommerblut-Festival 2012 geschaffenen Strukturen im Museums- und im Musikbereich, in der Oper, im Bereich der Literatur, Kino... erprobt.

Zeitspanne

  • Vorbereitungen ab März 2013 
  • Praktische Phase von September 2013 bis April 2014
  • Nachbereitung: Was klappt, was kann verbessert werden?

Nachhaltigkeit

  • Die Erfahrungen und Fakten gehen in einen Leitfaden / eine Broschüre ein: Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz in Köln - ein Führer. Darin enthalten sind die Angebote, die Voraussetzungen und Bedingungen (Kosten, Barrierefreiheit, Termine etc.)
  • Ein Newsletter aktualisiert die Broschüre regelmäßig um aktuelle Termine.

Praktische Beispiele

  • Eine Angehörige möchte mit ihrem Mann, der an Demenz erkrankt ist, ein Museum besuchen - wie sie es vor der Erkrankung viele Male getan haben. Sie findet in der Broschüre die Termine für Köln angegeben, z. B. Dienstag, 6. August 15 Uhr "Das Alte Köln erleben - eine musikalische Führung durchs Stadtmuseum für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen". Sie meldet sich und ihren Mann unter der angegebenen Telefonnummer an und lässt sich beraten über Barrierefreiheit, Voraussetzungen. Ggfs. wird man ihr weitere Informationen zusenden.

  • In ambulanten und stationären Senioreneinrichtungen werden von der Sozialen Betreuung Jahres-, Halbjahres- oder Quartalspläne erstellt: Ausflüge, Feste, Aktivitäten außer Haus, mehr und mehr auch kulturelle Teilhabe. Im der Broschüre / dem Newsletter wären für den Jahresverlauf die großen Konzerttermine (Philharmonie, WDR, Gürzenich, Oper) ablesbar, die speziell für Menschen mit Demenz organisiert und angeboten werden. Aber natürlich auch viele andere Kulturtermine für diesen Bereich: Museumsführungen, Kino, freies Malen, Literatur...
     

 Mitmachen

  • dementia+art sucht (weitere) Kooperationspartner im Seniorenbereich
    • Einrichtungen, die sich als Premiumpartner verstehen wollen
    • Die sich in Bezug auf kulturelle Teilhabe besonders positionieren wollen
    • Die bereit sind, Bewohnern mit Demenz eine solche Teilhabe zu ermöglichen
    • Die ihre Fachkräfte für eine solche Begleitung qualifizieren wollen
    • Die offen sind für vielfältige Kooperationen im Bereich Kunst und Kultur
    • Die kulturelle Teilhabe auch als Chance für ihre Mitarbeiter verstehen

  • dementia+art sucht (weitere) Kooperationspartner im Kunst-, Musik- und Kulturbereich
    • Die sich der demografischen Entwicklung stellen wollen
    • Die den damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten wollen 
    • Für die solche Angebote ein Zeichen ihres gesellschaftlichen Engagements sind im Sinne von Inklusion

  • dementia+art sucht Menschen (Freiwillige, Ehrenamtler...), die sich in beiden Bereichen bürgerschaftlich engagieren wollen: Demenz und Kultur

    >>> Unten finden Sie die wichtigsten Informationen auch als PDF!


    Nehmen Sie Kontakt auf:

    Jochen Schmauck-Langer, dementia+art e.V.

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! // 0157 - 88 34 58 81



Z u s a m m e n 
etwas Schönes  g e s t a l t e n !

 


Weitere Informationen:

Robert Bosch Stiftung

Aktion Demenz e.V.

Unterwegs zu demenzfreundlichen Kommunen

 

Kommentare  

 
#1 Kunsttherapie für DemenzkrankeSeidel, Elisabeth 2014-03-13 07:25
Das kreative Tun (Malen und Gestalten) von Demenzkranken fördere ich seit Jahren durch meine Arbeit mit den Kranken. Seit 2006 konnte ich zusammen mit Anderen und den Betroffenen mit Angehörigen zu den verschiedensten Ausstellungen in München geführt. - Besonders wichtig ist das Projekt des Alzheimer Therapiezentrum s der Schön Klinik Bad Aibling. Im Rahmen einer stationären Reha werden die Kranken u.a. an die kreative Arbeit herangeführt. Demenzkranke erlebe ich als besonders gut ansprechbar in diesem Bereich. - Könnten Sie sich eine Zusammenarbeit wie auch immer vorstellen?
Zitieren
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Additional information